Verhandlungen bei Brussels Airlines gescheitert

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Direktion von Brussels Airlines sind vorerst gescheitert. Das Kabinenpersonal klagt dort über die zu hohe Arbeitsbelastung. Jetzt wird ein Versöhnungsgespräch mit einem Sozialschlichter beantragt. Streiks sind inzwischen eine Option, erklärte Driss Abied von der liberalen Gewerkschaft.

Seit einiger Zeit kritisieren die Gewerkschaften die zu hohe Arbeitsbelastung des Kabinenpersonals bei Brussels Airlines. Hierbei handelt es sich um 1.200 Mitarbeiter der Fluggesellschaft.

Die Direktion reagierte am Freitag negativ auf die meisten der vierzehn Verbesserungsvorschläge der Gewerkschaften. Der gültige Tarifvertrag für 2013 und 2014 werde nicht respektiert, so der Gewerkschaftler. Die hohe Flugfrequenz verlange zu viel von den Mitarbeitern und das gefährde die Sicherheit des Personals. „Viele können vor Müdigkeit nicht einmal mehr nach Hause fahren“.

Ende vergangenen Monats hatten sich Gewerkschaften und Direktion teilweise geeinigt. Das betraf jedoch nur die technischen Abteilungen und nicht das Kabinenpersonal.

Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, sind „harte Aktionen“ vorgesehen, sagte Gewerkschaftler Driss Abied. Damit dürften Streiks gemeint sein.