Ford Genk: Keine Entschädigung für die Stadt

Der US-Autobauer Ford will die Stadt Genk (Prov. Limburg) nicht für die Schließung des dortigen Montagewerks entschädigen. Die Stadt forderte einen Schadensersatz in Höhe von 60,9 Mio. € und schaltet jetzt die Justiz ein.

Die Stadt Genk in der flämischen Provinz Limburg hatte vom US-Autobauer Ford eine Entschädigung in Höhe von 60,9 Mio. € gefordert, weil das Unternehmen vorhergegangene Zusagen, ihr belgischen Montagewerk nicht zu schließen, ignorierte.

Genks Bürgermeister Wim Dries (CD&V - Foto) gab unter anderem als Begründung für die Schadensersatzforderung an, seine Stadt stehe vor großen Problemen, da man sich auf die plötzliche Schließung des Standorts nicht habe vorbereiten können.

Ford ließ jetzt in einem Schreiben an die Stadt Genk wissen, dass man eine solche Entschädigung auf keinen Fall leisten werde und dass für das US-Unternehmen dieses Thema abgeschlossen sei.

Bürgermeister Dries gab dazu an, er habe nichts anderes von der Ford-Direktion erwartet. Er lässt jetzt die Hausjuristen seiner Stadt prüfen, ob eine entsprechende Entschädigung auf dem Rechtsweg einzufordern ist.

Die Schließung von Ford-Genk Ende 2014 sorgt für rund 10.000 Stellenstreichungen am Standort selbst (4.300) und bei den Zulieferern.