Tanktourismus: Niederländer strömen nach Belgien

Belgische Tankstellen entlang der Grenze zu den Niederlanden können sich in diesen Tagen über viele Kunden aus dem Nachbarland freuen. Durch eine Anhebung der Akzisen ist Benzin und LPG-Gas dort erheblich teurer geworden. Niederländische Tankstellen an der Grenze zu Belgien müssen schwere Einkommensverluste hinnehmen.

Während die niederländischen Tankstellenbetreiber, die ihre Niederlassungen entlang der Grenze nach Belgien haben, über Einkommensrückgänge von bis zu 17 % klagen, freuen sich deren Kollegen aus Belgien über einen Kundenzustrom aus den Niederlanden.

Viele niederländische Tankkunden an belgischen Zapfsäulen wohnen in Grenznähe. Sie kommen, um zwischen 15 und 20 Eurocent pro Liter Benzin sparen zu können. Mancher kann bei einem vollen Tank in Belgien bis zu 20 oder 25 € sparen. Da lohnt es sich für manchen Niederländer, auch von weiter her nach Belgien zu fahren.

Die niederländische Regierung hat unlängst die Verbrauchersteuern auf Benzin und LPG erhöht und zwar im Zuge der Maßnahmen zum Haushaltsausgleich in Krisenzeiten. Dies spüren die Niederländer jetzt. Glücklich können sich die schätzen, die unweit der belgischen Grenze leben.

Tanktourismus ist in Belgien ein häufiges Phänomen. Im Osten des Landes sind die Schlangen von deutschen Autofahrern an den Zapfsäulen auch länger, je größer die Preisunterschiede mit Belgien sind.