Anzeigen wegen Erpressung nehmen zu

Letztes Jahr sind bei der Polizei über 5.600 Anzeigen wegen Erpressung eingegangen. Das ist doppelt so viel wie im Jahr davor. Im Schnitt gehen belgienweit täglich 15 Klagen wegen Erpressung bei der Polizei ein. Als Grund für diese Zunahme nennt die Polizei das Internet und die damit verbundenen sozialen Medien. "Alles wird öffentlich und das macht uns angreifbar", heißt es dort.

In Belgien erstatten immer mehr Menschen Anzeige wegen Erpressung. Das schreiben die Zeitungen Het Belang Van Limburg und Gazet van Antwerpen am Montag. Im Schnitt gehen in ganz Belgien täglich 15 Klagen wegen Erpressung bei der Polizei ein.

Bei der Mehrzahl der Klagen besteht eine Verbindung zum Internet und den sozialen Medien. Manche Leute veröffentlichten dort Details aus ihrem Privatleben. Das mache sie angreifbar, erklärt eine Polizeisprecherin. Ein Hauptmerkmal bei Erpressung sei, dass Gewalt angewandt oder den Opfern mindestens Gewalt angedroht würde.

In Belgien ist Erpressung strafbar. Die Täter müssen mit bis zu neun Jahren Haft und/oder einer Geldstrafe von bis zu 76.000 Euro rechnen.