AB InBev will mit Leffe deutschen Markt überschwemmen

AB InBev hegt Pläne, um Leffe ganz groß auf den deutschen Markt zu bringen. Das schreibt das Magazin Trends am Dienstag auf seiner Webseite. 2005 versuchte sich die Brauerei zunächst ganz klein mit dem belgischen Abteibier auf dem deutschen Markt.

Das Angebot  des PerfectDraft, eine Art Minifassbier mit Zapfsystem, bei hundert deutschen Bierhändlern schien unlängst noch ein voller Erfolg zu sein. Chris Cools, der flämische Direktor von AB InBev Deutschland, will jetzt noch ehrgeiziger vorgehen. Der Brauer strebt einen deutschlandweiten Vertrieb von Leffe an. Dabei will er sich zunächst vor allem auf die städtischen Einzugsgebiete und auf das Hotel-, Gaststätten- und Kaffeegewerbe konzentrieren. Leffe kann im Segment der teuren Biere eingereiht werden.

In Deutschland ist AB InBev die Nummer zwei mit einem Marktanteil von 9,4 Prozent in den Geschäften im letzten Jahr. Die Gruppe hat dort vier Brauereien. 2012 verkaufte AB InBev 8,7 Millionen Hektoliter Bier in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Deutschland stellt dabei den wichtigsten Markt dieser drei Länder für Belgien dar.

Leffe wird in Löwen gebraut. Der wichtigste und größte Markt für das Leffe Bier ist bislang jedoch immer noch Frankreich, aber dort wurden in diesem Jahr die Verbrauchssteuern (Akzisen) um 160 Prozent erhöht, wodurch der Bierverbrauch zurückgegangen ist.