Kernforschungs-Zentrum Mol meldete Störfall

Das Kernforschungs-Zentrum Mol (Provinz Antwerpen) meldete am Dienstagabend einen Störfall. In einem Kühlsystem entstand ein Leck, doch in einer Pressemitteilung von Seiten der Stadt Mol hieße es, dass kein Kühlwasser aus dem Gebäude der Anlage entweichen konnte.
BELGA/JANSENS

Mitarbeiter des Kernforschungs-Zentrums (SCK-CEN) in Mol hatten am Dienstagabend ein Leck im sekundären Kühlkreislauf des Forschungsreaktors BR2 entdeckt. Das austretende Wasser habe das entsprechende Gebäude der Anlage nicht verlassen können und sei nicht-radioaktives Kühlwasser gewesen, wie sich schnell herausgestellt hatte.

Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Aus Sicherheitsgründen habe man aber am Dienstagabend die Zufahrtsstraße zum Kernforschungs-Zentrum ab gesperrt und das Training eines Sportvereins, der nahe der Anlage seine Aktivitäten durchführt, sei vorsorglich abgesagt worden, ließ die Gemeindeverwaltung in Mol verlauten.

Das Leck im Kühlkreislauf des 1962 in Betrieb genommenen Versuchsreaktors BR2 (Leistung 125 Megawatt) habe schnell gedichtet werden können. Die belgische Bundesagentur für Nuklearkontrolle (FANC) überprüft die Anlage in Mol am Mittwoch.

Produzent von medizinischem Material

Das Kernforschungs-Zentrum in Mol dienst lediglich zu Forschungszwecken, produziert demnach keine Energie für den Verbrauch. Allerdings werden in Mol radioaktive Isotope zu medizinischen Zwecken hergestellt. 20 bis 25 % aller medizinischen Isotope der weltweiten Nutzung kommen aus Mol.