Viele Bewerber auf Stellen beim belgischen Staat

Rund 112.000 Arbeitsuchende haben sich bis Ende Juli 2013 um einen Arbeitsplatz beim belgischen Staat beworben. Nach Angaben von Selor, dem Rekrutierungsamt der belgischen Behörden, sind immer mehr Bewerber auf der Suche nach einem verlässlichen Arbeitgeber. Das könnte für so manchen der Staat sein.

In der ersten Jahreshälfte 2013 haben sich 112.711 Personen um einen Arbeitsplatz bei den staatlichen Behörden in Belgien beworben. Das sind doppelt so viele wie im gleichen Vorjahreszeitraum, wie das Rekrutierungsamt Selor am Dienstag mitteilte.

Offenbar suchen immer mehr Bewerber in den heute wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen verlässlichen Arbeitgeber. Ein Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst gilt wohl immer noch als sicher.

Hendrik Bogaert (CD&V - Foto), Staatssekretär für den öffentlichen Dienst in der belgischen Bundesregierung, zeigte sich zufrieden mit dieser Entwickelung, denn damit hat der Staat eine enorm große Rekrutierungsreserve, aus der er ständig schöpfen kann. Man investiere bereits jetzt in kritische Bereiche, bei denen bald viele pensionsberechtigte Mitarbeiter in den Ruhestand gehen werden, so Bogaert.

Selor rekrutierte in den letzten Monaten neues Personal für die verschiedensten Bereiche, u.a. Telefonistinnen für staatliche Callcenter, Empfangspersonal für verschiedene Ministerien und Ämter, Fahrer und Verwaltungssekretäre. Die meisten Bewerbungen gingen in den Bereichen Gefängniswärter bei der Justiz und Bachelors im Finanzministerium ein.