Demo in Brüssel gegen Gewalt ägyptischer Armee

In Brüssel sind am Sonntag mehrere hundert Demonstranten gegen das Vorgehen der ägyptischen Armee in den vergangenen Tagen in Ägypten auf die Straße gegangen. (Foto: Räumung des Ramses-Platzes an der Al-Fath-Moschee in Kairo)
AP2013

Die Demonstranten waren sehr aufgebracht. Viele Männer und auch einige Frauen und Kinder mit ägyptischen Fahnen und Fotos des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi schrien ihre Wut über das Blutvergießen heraus.

Sie demonstrierten gegen die Gewalt durch die ägyptischen Sicherheitskräfte, die in den letzten beiden Tagen ihnen zufolge sicher 3.000 Tote zu verantworten hätten. Sie wollen die Wiedereinsetzung Mursis, der seit seiner Absetzung durch die Armee am 3. Juli an einem geheimen Ort festgehalten wird. Außerdem fordern sie, dass Belgien und Europa etwas gegen diese Gewalt unternehmen. Erklärungen mit vagen Versprechen seien nicht ausreichend, so ein Demonstrant im VRT-Radio.

Die Demonstration am Sonntag in Brüssel ist nicht die einzige. In Marokko sind zehntausende Menschen auf die Straßen in Rabat gegangen. In Ägypten selbst hatte die Muslimbruderschaft zu landesweiten Protesten aufgerufen, aber die wurden abgesagt, möglicherweise aus Angst vor neuen Repressalien der Armee.