König Philippe und Sohn feuern belgische Hockey-Teams an

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach den Ferien hat unser neuer König Philippe gleich zwei Hockeyspiele mit seinem ältesten Sohn Prinz Gabriël besucht. Am Nachmittag feuerten die beiden erfolgreich die belgische Damenhockeymannschaft gegen Weißrussland an und am Abend die belgischen Hockey-Männer gegen Deutschland an.

Vielleicht war ja die Anwesenheit von König Philippe und seinem Sohn Gabriël mitverantwortlich dafür, dass die belgische Männermannschaft bei der EM in Boom einen 2:1 Stunt gegen Deutschland, die Nummer eins der Weltrangliste, hinlegte. Der Trainer Marc Lammers war jedenfalls nach dem Spiel mächtig stolz auf seinen Verein: "Ich wusste, dass das in ihnen steckte, aber trotzdem habe ich sie noch nie so gut spielen sehen. Es ist schon stark, dass wir das mit einem Team geleistet haben, das im Durchschnitt 23 Jahre alt ist", so Lammers.

Auffallend war noch, dass Belgien 10 Strafecken erzwang -  Deutschland übrigens nur eine - und nur zwei Tore machen konnte. "Ach, im deutschen Tor stand vor allem ein sehr sehr guter Torwart. Wir haben die Strafecken nicht verfehlt, sondern er hat sie gehalten."

Beim Spiel gegen Deutschland feuerten König Philippe und sein Sohn Gabriël, der übrigens selbst auch Hockey spielt und zwar beim Club White Star Hockey Evere, die Belgier an. "Ich habe ihnen gedankt, dass sie als Zuschauer gekommen sind. Prinz Gabriël habe ich gesagt, dass er vielleicht schon bald  bei den Lions mitspielen kann."

Lammers war übrigens von der gewaltigen Stimmung im Stadion überrascht: "Ich habe schon in vielen Stadien in der ganzen Welt gestanden, aber so einen Hexenkessel wie hier habe ich noch nicht erlebt."

Anwesenheit König erhöht Druck auf belgische Hockeyfrauen

Prinz Philippe und sein Sohn waren auch schon am Nachmittag bei den belgischen Hockeyfrauen auf der Zuschauertribüne. Und auch hier haben sie ein erfolgreiches Spiel sehen können. Unsere belgischen Red Panthers schlugen Weißrussland mit 5:1.

Die Anwesenheit des Königs habe Druck auf den Verein ausgeübt, so Spielerin Stephanie De Groof nach dem Spiel.

Trainer Pasckal Kina war insgesamt auch sehr zufrieden mit dem Verein: "Ein erstes Match auf einem Wettkampf ist nie leicht. Wir sind sehr professionell vorgegangen und konzentriert geblieben. Wir haben erst ausgeglichen und dann überholt."

"Am Sonntag gegen die Niederlande wird es ein total anderes Spiel. Wir spielen gegen den besten Verein der Welt und müssen also nicht gewinnen. Die Motivation ist enorm groß."

Bemerkenswert war übrigens auch vor dem Spiel, dass die Hockeymädels die belgische Hymne ohne Musik im Hintergrund und in zwei Landessprachen (Niederländisch und Französisch - Hockey ist ein nationaler Sport in Belgien) gesungen haben. Sie hatten lange dafür geübt und der Prinz und König Philippe waren sichtlich von der Überraschung angetan und klatschten begeistert.

Die belgischen Männer machten es den Frauen am Abend gleich und sangen ebenfalls ohne Musik im Hintergrund.