Sozialamt streicht Syrienkämpfern Sozialhilfe

Der Antwerpener Bürgermeister Bart De Wever von den flämischen Nationalisten (N-VA) macht seine Drohung wahr und dreht den Einwohnern der Sadt, die nach Syrien gereist sind, um zu kämpfen, den Geldhahn zu. Auch ihre Familien trifft das finanziell. So soll das Antwerpener Sozialamt OCMW entschieden haben, die Sozialhilfe der Ehefrau eines berüchtigten Syrienkämpfers zu sperren. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad am Sonntag.

De Wever hatte bereits im Juni angekündigt, dass kein Geld mehr an diejenigen fließe, die denken, in Syrien kämpfen zu müssen. Und jetzt sind die ersten Exempel in der Praxis statuiert worden.

Die Ehefrau eines berüchtigten Syrienkämpfers hatte rund 1.000 Euro Sozialhilfe im Monat. Das Geld ist ihr nun gestrichen worden. Die Frau wohnt mit ihren drei Kindern in einer Sozialwohnung in Antwerpen. Ihr Mann Saïd M'nari, ein berüchtigtes Mitglied der extremistischen Organisation Sharia4Belgium, die inziwschen aufgelöst wurde, ging im Mai nach Syrien. Zahlungen seines Arbeitslosengeldes wurden kurz danach eingestellt, was übrigens noch nicht bei allen Syrienkämpfern aus Belgien der Fall sein soll.

Die Polizei stelle zum Beispiel noch immer fest, dass rund zwanzig Sharia4Belgium-Kämpfer regelmäßig das Kampffeld in Syrien verlassen würden, um direkt hinter der türkischen Grenze ihr Arbeitslosengeld einzukassieren.