Schwänzer müssen Schulzulage rückerstatten

Fast 1.400 Haushalte im belgischen Bundesland Flandern müssen die vom Land gewährte Schulzulage rückerstatten, weil ihre Kinder zu oft im Unterricht fehlten. Selbst Eltern von Kindergartenkindern, die zu selten auftauchten, sind davon betroffen.

Die flämischen Schulbehörden fordern die Schulzulage von Familien zurück, deren Kinder in den vergangenen Schuljahren zu oft die Schule schwänzten oder aus anderen nicht triftigen Gründen dem Unterricht fernblieben. Erste Aufforderungen zur Rückerstattung betrafen das Schuljahr 2008-2009, als 366 Eltern damit konfrontiert wurden.

Ab 2009 konnten auch Eltern von Kindergartenkindern und Schulkindern aus den Unterstufen in Flandern finanzielle Unterstützung beantragen.

Kinder, die noch zum Kindergarten gehen, unterliegen nicht der Schulpflicht, doch wenn für sie Schulgelder gezahlt werden, erwarten die Schulbehörden, dass sie auch in ausreichendem Maße anwesend sind. Für das Schuljahr 2009-2010 wurden fast 900 Rückerstattungen eingefordert.

Nach Angaben der flämischen Tageszeitung De Standaard, die diesen Thema in ihrer Donnerstagsausgabe einen Beitrag widmete, werden für das Schuljahr 2011-2012 nicht weniger als 1.389 Rückerstattungen vorbereitet. Über 600 davon betreffen Kindergartenkinder. Jährlich wird in Flandern 320.000 bis 330.000 Anträgen auf Schulgeld zugestimmt.