Türkei lässt drei junge Belgier nicht einreisen

Die Türkei hat drei jungen Männern aus Belgien die Einreise verweigert. Bei zumindest einem von ihnen besteht der Verdacht, dass er sich in Syrien islamistischen Kämpfern anschließen wollte. Der 26jährige hatte sich unlängst erst zum Islam bekehrt. Ein weiterer junger Islamist aus Belgien soll in Syrien ums Leben gekommen sein.
AP2013

Der 26jährige aus Genk in der flämischen Provinz Limburg stand auf einer Liste von potentiellen freiwilligen Syrienkämpfern, die das belgische Innenministerium den türkischen Behörden weitergegeben hatte.

Genks Bürgermeister Wim Dries (CD&V - kleines Foto) gab dazu am Donnerstagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion an, seine Stadt reiche jedes Mal, wenn sich Anzeichen ergeben, dass sich ein Moslem radikalisiert, entsprechende Angaben an die Behörden in Brüssel weitergegeben werden:

„Es ist so: Wenn wir Signale erhalten, bei denen wir davon ausgehen, dass sie mit der Radikalisierung von jungen Leuten zu tun haben, dann melden wir das den befugten Instanzen und augenscheinlich hat dies in diesem Fall auch gewirkt. Wir hatten eine Meldung erhalten, dass die drei Männer an der Grenze zur Türkei abgewiesen worden sind und wieder nach Genk zurückgekommen sind. Auch dies haben wir der Staatsanwaltschaft und den Bundesbehörden gemeldet.“

Wieder Syrienkämpfer aus Belgien gefallen

Die limburgische Stadt Maaseik hatte vor einigen Tagen drei junge Männer, die sich radikalen Islamisten in Syrien angeschlossen hatten, aus dem Bevölkerungsregister streichen lassen. Offenbar ist am Mittwoch einer von ihnen, ein 22 Jahre alter Mann, im Kampf in Syrien gefallen.

Wo und unter welchen Umständen der junge Mann zu Tode kam, ist unklar. Die marokkanische Gemeinschaft in Maaseik wusste nur, dass er dort umgekommen sein soll. Weder die Kommunalverwaltung Maaseiks, noch das Brüsseler Außenamt können diese Meldung nach Medienberichten derzeit bestätigen.