"Flandern führt unbegrenzt nukleares Material aus"

Nach Angaben des Flämischen Friedensinstituts führt das belgische Bundesland Flandern seit Jahren schon und unbegrenzt nukleares Material aus. Das Institut, dass sich in erster Linie mit Waffenexporten beschäftigt, meldet in seinem jüngsten Jahresbericht, dass es sich dabei zumeist um Deuterium, auch „Schweres Wasser“ genannt, handelt.

Deuterium kann zur Erzeugen von Kernenergie oder zum Herstellen von Wasserstoffbomben genutzt werden. Flämische Unternehmen führen offenbar in den letzten fünf Jahren vermehrt dieses Deuterium oder Schweres Wasser aus (unser Foto zeigt historische Proben von diesem Produkt der Firma ‚Norsk Hydro‘), wie Nils Duquet vom Flämischen Friedensinstitut erklärt:

„Das Besondere an diesem Schweren Wasser ist, dass man damit auch Kernwaffen entwickeln kann, ohne dass man dabei über angereichertes Uran verfügen muss. Länder, wie Israel oder Indien, die unter Umgehung von internationalen Verträgen ihre eigenen Kernwaffen entwickelt haben, machten Gebrauch von Deuterium und von Schwerem Wasser.“

Offenbar liefern Unternehmen aus dem belgischen Bundesland Flandern Schweres Wasser an Länder, wie Indien, China und Malaysia aus. Dabei spielt gerade letztes Land eine besondere Rolle, denn es wird international verdächtigt, sensible Produkte aus diesem Bereich an den Iran abgegeben zu haben.

Das Flämische Friedensinstitut fordert sowohl von der flämischen Landesregierung, als auch von der belgischen Bundesregierung Aufklärung über die Vorgänge, denn bisher ist nicht bekannt, was genau mit dem gelieferten Schweren Wasser geschehen ist. Wurde es weiterverkauft? Wird kontrolliert, wer der Endabnehmer ist?