Drogen im Wert von 1,3 Milliarden € entdeckt

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel hat einen internationalen Drogenring ausgehoben. Die Drogenhändler, die Filialen in Belgien, Polen und in der Türkei unterhielten, spezialisierten sich auf die Herstellung und den Verkauf von Moma und XTC. 14 Personen, die im Verdacht stehen, Mitglieder der Bande zu sein, wurden bei Razzien und Haussuchungen verhaftet.

Insgesamt führte die Polizei in Belgien, in der Türkei, in den Niederlanden und in Polen 30 Haussuchungen durch, bei denen 14 Verdächtige verhaftet wurden. Bei der international durchgeführten und in Brüssel koordinierten Aktion wurden auch zwei Laboratorien und zwei Drogenlager ausgehoben. In Chimay in der Provinz Hennegau wurde dabei eines der größten jemals in Europa entdeckten Drogenlabors gestürmt.

Von den 14 bei 21 Hausdurchsuchungen in Belgien verhafteten Personen wurden 12 in Brüssel dem Haftrichter vorgeführt, der für 11 von ihnen - zwei Frauen und neun Männer -  Untersuchungshaft anordnete. Zwei in den Niederlanden festgenommene Personen wurden nach Verhören freigelassen. Insgesamt wurde rund eine Tonne Drogen alleine in Form von Moma beschlagnahmt. Der Straßenverkaufswert der gesamten beschlagnahmten Drogen wird mit rund 1,3 Mia. € beziffert. Die Bande soll schon seit Jahren aktiv sein, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.

Der Drogenring trennte Lager und Labore, wusste Drogen hinter falschen Wänden zu verstecken und nutzte polizeitechnische Mittel, um Ermittlungen zu vereiteln. Nicht zuletzt wurde im Laufe der Jahre, in denen die Bande aktiv war, auch von Schusswaffen Gebrauch gemacht. Die Polizisten, die direkt an den Razzien und Durchsuchungen in u.a. Antwerpen, Brüssel, Charleroi, Hasselt, Löwen, Nivelles, Mons und Turnhout beteiligt waren, traten in Schutzkleidung auf, denn es bestand die Gefahr, auf chemische und toxische Stoffe zu stoßen.