Verdächtiger im Mordfall Aurore bringt sich um

Der Mann, der wegen des Raubmords an der jungen Frau Aurore Ruyffelaere in Untersuchungshaft saß, hat in der Nacht zum Montag in seiner Zelle Selbstmord begangen. Das hat die VRT aus verläßlicher Quelle erfahren. (Foto: Das Foto zeigt den Ort, an dem die ermordete Aurore gefunden wurde.)

Der 29-jährige Mann russischer Herkunft hatte Aurore Ruyffelaere aus De Pinte vergangenen Juli nach dem Genter Fest ausgeraubt und ermordet. Erst hatte er seine Tat geleugnet, aber später doch noch ein vollständiges Geständnis abgelegt.

Der Mann hatte davor auch schon einen Selbstmordversuch unternommen. "Er war unter besondere Beaufsichtigung gestellt worden. Das bedeutet, dass alle Viertelstunde jemand in seiner Zelle vorbeischaute", erzählt Laurent Sempot, der Sprecher der belgischen Gefängnisse im VRT-Radio. "Wenn sich jemand jedoch wirklich umbringen will, kann man das nur schwer verhindern."

Die Justiz muss jetzt entscheiden, wie sie in dem Fall und bei den Ermittlungen weiter vorgeht. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft von Gent bestätigt, dass weiter nach den Umständen des Selbstmords von Aurores mutmaßlichem Mörder ermittelt werde.