Erster Autofahrer bekommt Alkoholschloss verpasst

Ein Mann aus Gent ist der erste Autofahrer in Belgien, dem per Gerichtsurteil ein Alkoholschloss in den Wagen eingebaut wird. Der Mann wurde wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss vor Gericht gestellt und zu dieser Maßnahme verurteilt. Das Schloss wird nächste Woche eingebaut.

Wenn der Verurteilte ab der kommenden Woche seinen Wagen starten will, dann muss er zuerst über das Alkoholschloss einen Atemtest ablegen. Diese Geräte sperren den Anlasser eines Wagens bereits bei 0,2 Promille Alkohol im Blut, gibt das Belgische Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) dazu an.

Missbrauch sei ausgeschlossen, heißt es weiter zu diesem Thema. Um zu vermeiden, dass eine andere Person den Atemtest ablegt, fordert das Gerät auch zu willkürlich gewählten Zeitpunkten während der Fahrt einen Atemtest.

Die Wegfahrsperre kostet den entsprechend verurteilten Fahrer im ersten Jahr des verpflichteten Einsatzes 3.700 € (inklusive Bußgeld). Danach nimmt der Betrag sukzessive ab.

Statistiken aus anderen Ländern, die mit diesem System arbeiten - z.B. Schweden, die Schweiz und die Niederlande, belegen einen Rückgang von Verkehrsunfällen mit beteiligten Autofahrern unter Alkoholeinfluss von 40 bis 90 %.