Restaurantkette zahlt 6,2 Mio. € an den Fiskus

Die Betreiber der auf Spareribs spezialisierten Restaurantkette Amadeus, die unter anderem in Antwerpen, Brüssel und Gent Filialen führt, haben den belgischen Steuerbehörden ausstehende Beträge in Höhe von 6,2 Mio. € überwiesen. Die beiden Brüder haben mit ihren Schnellrestaurants jahrelang Steuern hinterzogen und wollen jetzt einem Verfahren entgehen.

Das Brüderpaar, das die Amadeus-Kette betreibt, hat jahrelang Steuern hinterzogen, Mehrwertsteuer nicht gezahlt und auch Lohnnebenkosten ihres Personals „vergessen“ zu entrichten. Doch jetzt haben sie alle ausstehenden Beträge beglichen. Von einem Steuerhinterziehungsverfahren hoffen sie sich durch die Zahlung von 6,2 Mio. € an den Fiskus freikaufen zu können.

Sieben Jahre lang flossen quasi alle in bar eingenommenen Summen in eine schwarze Kasse, aus der die Lieferanten und das Personal heraus bezahlt wurden. Von einem Steuerverfahren haben sich die beiden Brüder nach einem Deal offenbar freikaufen können.

Der Anwalt der Restaurantbetreiber, die mit „Speareribs - all you can eat“ Millionen verdienten, verhandelt jetzt mit der Oberstaatsanwaltschaft in Brüssel, um auch einem Betrugsverfahren zuvorzukommen. Um ein Bußgeld und eine Begleichung der Mehrwertsteuerschulden werden sie wohl kaum herumkommen.

Der Vorgang kam ans Licht, als die Polizei im Zuge der Ermittlungen nach einem Einbruch in eines der Restaurants das Finanzgebaren des Unternehmens unter die Lupe nehmen wollte. Nur eine Woche später erfolgten Razzien in allen Amadeus-Restaurants und in den Privatwohnungen der beiden Betreiber der Kette. Die beiden Brüder waren allerdings rasch zu Geständnissen übergegangen. Amadeus betreibt insgesamt acht Restaurants und beschäftigt etwa 120 Personen.