Schlag gegen Syrien: Belgien will UN-Mandat

Das Kabinett der belgischen Bundesregierung hat im Rahmen einer Sondersitzung am Dienstagabend auch den offenbar bevorstehenden Militärschlag einer Allianz um die USA und Großbritannien gegen Syrien besprochen. Belgiens Außenminister Reynders (Foto) fordert ein UN-Mandat und effektive Beweise für einen Giftgasangriff auf die Zivilbevölkerung.

Nach Angaben aus Regierungskreisen ist noch kein Mitglied der Allianz, die einen Militärschlag auf Syrien vorbereitet, auf Belgien zugekommen, um Unterstützung auch aus unserem Land einzufordern.

Die Bundesregierung hat am Dienstagabend in einer Sondersitzung beschlossen, sich auf Anfrage nur an einer solchen Aktion zu beteiligen, wenn sich dies auf ein UN-Mandat berufen könne. Damit folgt Belgien dem Beispiel der EU-Mitgliedsstaaten Deutschland, Italien und Niederlande. Zudem will sich unser Land für eine gemeinsame Haltung von Seiten der gesamten Europäischen Union einsetzen, wie Bundesaußenminister Didier Reynders (MR) angab.

Reynders ließ überdies über einen Sprecher verlauten, dass man aus belgischer Sicht an einer politischen Lösung auf Verhandlungsbasis festhalten wolle. Auch sollen die Waffeninspektoren der Vereinten Nationen, die sich derzeit in Ghouta, wo der Giftgansangriff der syrischen Armee stattgefunden haben soll, aufhalten, zu Ende geführt werden. „Die Staaten (USA, Großbritannien und Frankreich (AdR.)), die angeben, über Beweise zu verfügen, sollten dieses Wissen innerhalb der UN mit anderen Staaten teilen“, so verlautete dazu aus dem belgischen Außenministerium.

abaca