Schon 70 Anmeldungen für marokkanische Schule in Antwerpen

Iqra, die Schule der marokkanischen Gemeinschaft in Borgerhout, in Antwerpen, beginnt ihr erstes Schuljahr unter einem guten Stern. Schon jetzt haben die Eltern 70 Kinder dort angemeldet und es sind nicht nur Kinder marokkanischer Eltern, betont der Initiator Mohamed Chakkar (Foto) in der Zeitung De Standaard.

Iqra ist arabisch und heißt "lehren". Die Schule ist aus einem Projekt zur Begleitung von Schulkindern entstanden. Beides sind Initiativen des Verbandes marokkanischer Vereinigungen.

Die Schule soll laut Gründer eine Lücke füllen. Die existierenden flämischen Schulen hätten es nicht geschafft, die soziale Diskrepanz zu verkleinern, heißt es. Zu viele marokkanische Jugendliche brächen vorzeitig die Schule ab. Sie hätten keinen Abschluss und gerieten auf die schiefe Bahn.

Iqra wird unter anderem auf Anschauungs- und Erfahrungs-Unterricht abzielen. Niderländisch wird die Schulsprache. Die Kinder dürfen aber auf dem Spielplatz durchaus auch ihre Muttersprache sprechen. Dieser Respekt vor ihrer Kultur soll sie stimulieren.

Es würden jedoch nicht nur Kinder marokkanischer Eltern nach Iqra kommen, so Chakkar. "Wir haben schon 70 Anmeldungen, über 80 Prozent von ihnen sind Kinder marokkanischen Ursprungs. Einige kommen aber auch aus Schwarzafrika, Afghanistan und Portugal."

Die Schule, die in mehreren Containern eingerichtet wurde, beginnt zunächst mit drei Kindergartenklassen und einem ersten Schuljahr. Weitere Klassen werden nicht ausgeschlossen.