Belgier verdienen im Durchschnitt 3.192 Euro brutto

Der durchschnittlich arbeitende Belgier hatte 2011 einen Bruttomonatslohn von 3.192 Euro. Das geht aus offiziellen Zahlen des Wirtschaftsministeriums hervor und ist am Freitag in der Zeitung Het Laatste Nieuws und in mehreren französischsprachigen Zeitungen zu lesen.
BELGA/LEFOUR

Die sehr detaillierte Studie vergleicht die Löhne und Gehälter von fast allen Berufen in Belgien, ausgenommen von Beamten und Selbständigen.

Daraus gehen mehrere auffallende Unterschiede hervor. Brutto verdient der durchschnittliche Belgier 3.192 Euro, aber in der Region Brüssel Hauptstadt scheinen die Löhne etwas besser zu sein als im Rest des Landes. Wer in unserer Hauptstadt arbeitet, darf mit einem Bruttolohn von 3.694 Euro rechnen, während man sich in Flandern mit 3.129 Euro pro Monat zufrieden geben muss. In der Wallonie sind die Gehälter noch schlechter. Sie betragen nämlich im Durchschnitt nur 2.989 Euro brutto pro Monat.

Auch ist der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern immer noch groß. Während eine belgische Frau derzeit durchschnittlich 2.995 Euro brutto im Monat verdient, hat ein Mann einen Bruttomonatslohn von 3.258 Euro. 

Auch bezüglich des Ausbildungsniveaus und der Berufe selbst gibt es große Unterschiede. Arbeitende Belgier mit keinem Abschluss oder nur einem Grund- oder Hauptschulabschluss verdienen brutto durchschnittlich nur 2.517 Euro. Eine Person mit Universitätsabschluss verdient im Durchschnitt 4.944 Euro.

Die Berufskategorie, bei der man am meisten verdient, ist die von Geschäftsführern mit einem Bruttogehalt von 8.610 Euro. Den schlechtesten Verdienst haben Kellner und Barleute: Sie müssen im Durchschnitt mit nur 2.084 Euro brutto monatlich über die Runden kommen.