14 Mio. € Bußgeld für ein Beton-Kartell

Mehrere Unternehmen und der Dachverband aus dem Zement-Sektor in Belgien sind gemeinsam zu einem Bußgeld von 14,7 Mio. € verurteilt worden. Die Betroffenen hatten untereinander Preisabsprachen vereinbart, die den Wettbewerb im Land maßgeblich verzerrten.

Die verurteilten Beton-Unternehmen sind CBR, CCB und Holcim sowie das Technik- und Dienstleistungs-Zentrum CRIQ/OCCN (Nationales Zentrum für wissenschaftliche und technische Forschung für die Zement-Industrie). Neben diesen Firmen wurde aber auch der Dachverband des belgischen Zement-Sektors, FeBelCem, bestraft.

Die belgischen Wettbewerbsbehörden begründeten ihr Urteil mit der Tatsache, dass die fünf beteiligten Unternehmen und Instanzen ihre Preisabsprachen zum Nachteil von Mittbewerben getroffen hatten und das dadurch konkurrenz-verzerrende Situationen entstanden seien.

Beweise für die Preisabsprachen im Zeitraum Mai 2000 und Oktober 2003 fanden die Wettbewerbsbehörden und ihre Ermittler auch nach Hausdurchsuchungen bei den Firmensitzen. Die Beteiligten verhinderten unter anderem, dass zur Herstellung von Schüttbeton günstigere Hochofenschlacke an der Stelle von Zement verwendet werden konnte.

Die vier Unternehmen und der ebenfalls betroffene Dachverband gehen voraussichtlich gegen das Urteil in Berufung. Das ihnen auferlegte Bußgeld muss allerdings sofort bezahlt werden, so das Urteil. Gegen das Beton-Kartell hatte das Unternehmen Orcem, dass sich auf Recycling und Verarbeitung von Hochofenschlacke spezialisiert hat.