König Philippe ist populärer als Kronprinz Filip

Belgiens neuer Monarch, König Philippe, ist heute um einiges populärer, als vorher, als er noch Kronprinz war. Laut einer repräsentativen Umfrage der Tageszeitungen De Morgen und Le Soir und der privaten TV-Sender RTL-TVi und VTM stieg die Popularität Philippes kurz nach dem Thronwechsel um beachtliche Werte.

Bei der letzten Umfrage zur Popularität Philippes im Juni gaben rund 50 % der Belgier an, dem Kronprinzen in der Rolle des Monarchen ihr Vertrauen auszusprechen. Heute, nach nur kurzer Regentschaft, ist dieser Wert auf fast 70 % angestiegen. Allerdings ist dieser Zuspruch im belgischen Bundesland Flandern etwas verhaltener.

Ihre Landsleute aus Wallonien und aus der Region Brüssel-Hauptstadt sind da wesentlich euphorischer eingestellt. Während rund 60 % der Flamen Philippe als König positiv gegenüber stehen, liegt dieser Umfragewert im französischsprachigen Landesteil bei 82 %.

Deutlich ist aber, dass Philippe innerhalb von nur drei Monaten im ganzen Land beliebter wurde. Allerdings bleibt einiges an Zweifeln zur Zukunft der Monarchie in Belgien bestehen. Rund die Hälfte aller Flamen ist der Ansicht, dass der König während der Regierungsbildung auf Bundesebene keine tragende Rolle mehr spielen soll.

Ihrer Ansicht nach sollte König Philippe nicht mehr bestimmen, wer Regierungsbildner nach den Parlamentswahlen wird. Die frankophonen Belgier sehen dies ganz anders. Hier fordern 80 % der Befragten, dass der Monarch diese wichtige Rolle weiter spielen müsse.

40 % der Flamen sehen König Philippe auf absehbare Zeit hin nur noch eine rein protokollarische Rolle einnehmen. Bis zu 60 % aller Befragten sind der Ansicht, dass das Aufgabengebiet des belgischen Monarchen auf jeden Fall auf die heutigen Bedürfnisse z.B. der Staatsreform hin angepasst werden soll. Rund ein Fünftel aller Flamen aber ist republikanisch eingestellt und will auf Dauer die konstitutionelle Monarchie in Belgien abgeschafft sehen.