60.000 Zuschauer bei der 2. Hanswijk-Kavalkade

Rund 60.000 Zuschauer waren am Sonntag bei der zweiten Hanswijk-Kavalkade in Mechelen zugegen. Das waren einige Tausend mehr, als bei der ersten Ausgabe dieses traditionsreichen Ommegangs vor zwei Wochen.

Die Hanswijk-Kavalkade in Mechelen in Verbindung mit einem Ommegang findet nur alle 25 Jahre statt. Das Ereignis ist eine Prozession mit geschichtlichen, religiösen und folkloristischen Hintergründen.

An der Kavalkade nehmen unter anderem Prunkwagen teil, von denen einige noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die Riesen von Mechelen, seit vielen Jahren Unesco-Weltkulturerbe, und auch ein von Männern getragenes Pferd, auf dem die Vier Himmelskinder sitzen, runden das Spektakel ab.

Im kommenden Jahr finden zwar eine Hanswijk-Prozession statt, doch auf die nächste Kombination von Kavalkade und Ommegang muss Mechelen bis 2038 warten. Am Sonntag waren unter anderem Belgiens neues Königspaar und der frühere Erzbischof von Mechelen und Brüssel, Godfried Danneels (kleines Foto) zugegen.

Ohne Ehrenamtliche geht gar nichts

An dieser Veranstaltung, die das kirchliche und das weltliche Mechelen auf traditionelle Art und Weise verbindet, hatten dieses Wochenende und vor zwei Wochen rund 3.000 ehrenamtliche Helfer, darunter etwa 2.000 Statisten in den Umzügen mitgearbeitet.

Die Suche nach den Vier Himmelskindern ist immer wieder ein schwieriges Unterfangen: Man braucht dazu vier Brüder einer einzigen christlichen Familie, die zwischen 5 und 15 Jahren alt sind.

Dieses Jahr fiel die Wahl auf Michel (14), Jacob (12), Samuel (8) und Lucas (6) - die Söhne der nach Mechelen eingewanderten türkisch-assyrischen Familie Adikti, die zur christlich-assyrischen Gemeinschaft gehören. Diese Gemeinschaft ist in Mechelen und Umgebung stark vertreten.