Höchste Arbeitslosenquote seit sieben Jahren

Die Arbeitslosigkeit im belgischen Bundesland Flandern ist im vergangenen Monat August auf eine Quote von 8,13 % angestiegen. Das ist das erste Mal seit sieben Jahren, dass die Arbeitslosenquote im Land auf über 8 % ansteigt. Einer der Gründe dafür ist der signifikante Stellenabbau in der Industrie.

Nach Angaben des flämischen Arbeitsamtes VDAB waren Ende August 241.292 vollentschädigte und nicht beschäftigte Arbeitsuchende gemeldet. Das ist ein Anstieg um 7,6 % gegenüber August 2012. Das bedeutet, dass 8,13 % der aktiven Bevölkerung in Flandern ohne Arbeit ist. Zum ersten Mal seit 2006 wurde die Schallmauer von mehr als 8 % Arbeitslosigkeit im Bundesland gemessen.

Auffällig ist, dass die Arbeitslosigkeit vor allem bei Männern angestiegen ist und zwar um 9,6 % im Vergleich mit August 2012. Derzeit sind demnach 8,46 % der aktiven Männer in Flandern beschäftigungslos. Bei den Frauen stieg die Quote auf Jahresbasis um 5,4 % auf 7,85 %.

Nach Ansicht von Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA - kleines Foto) bestätigen die jüngsten Arbeitsmarktdaten den Trend der vergangenen Monate: „Der Stellenabbau in der Industrie zeigt sich in rascherem Maße bei den Männern. Die tertiären und quartären Sektoren (Dienstleistung und soziokultureller Bereich (AdR.)), in denen eher mehr Frauen arbeiten, erweist sich als weniger Konjunkturabhängig.

Ebenfalls auffallend ist, dass die Arbeitslosenzahlen in den Sommermonaten Juli und August durch die Einschreibung von Schülern und Studenten nach dem Schulabschluss regelmäßig ansteigen. In diesem Jahr jedoch ist diese Zahl im Vergleich mit dem Ende des Schuljahres um 0,4 % gesunken.