Prozess gegen Metro-Vergewaltiger eröffnet

Am Montag hat in Brüssel der Prozess gegen einen 24 Jahre alten Serienvergewaltiger begonnen, der seinen Opfer in Brüsseler Metrostationen auflauerte. Eines seiner Opfer war gerade einmal 12 Jahre alt. Der Angeklagte ist bereits wegen einiger Vergewaltigungen in Haft.

In seinem zweiten Verfahren muss sich der Angeklagte für vier Vergewaltigungen verantworten. Eines seiner Opfer war ein 12 Jahre altes Mädchen. Der junge Mann lauerte seinen oft minderjährigen Opfern meist in der Metrostation Beekkant (Foto) im Brüsseler Stadtteil Sint-Jans-Molenbeek auf, wo er sie entweder in einer versteckten Ecke vergewaltigte oder von wo aus er sie zu einer nahegelegenen Garagenbox brachte.

Der Mann wurde schon 2009 verhaftet und wegen mehrerer Vergewaltigungen zu einer Haftstrafe verurteilt. Doch kurz nach seiner Freilassung begann er erneut, junge Frauen zu missbrauchen. 2010 wurde er wegen sechs Vergewaltigungen und einem Missbrauchsversuch zu insgesamt 10 Jahren Haft verurteilt. Er sitzt also noch immer im Gefängnis.

Das neuerliche Verfahren erfolgt, nachdem eine vergewaltigte Frau ihren Peiniger auf einem Polizeifoto erkannt hatte. Danach wurden DNA-Spuren verglichen und die Kriminalpolizei konnten einen Link zu vier weiteren Vergewaltigungen legen. Warum die Brüsseler Polizei nicht unmittelbar nach den ersten Fällen die DNA von bisher ungeklärten Vergehen mit ihren bereits ermittelten Indizien verglichen hat, muss noch geklärt werden.