Umfrage: MP Peeters populärer als De Wever

Nach der jüngsten Meinungsumfrage im Auftrag der Tageszeitungen De Morgen und Le Soir, sowie der privaten TV-Sender VTM und RTL ist Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V - Foto) bei den Wählern in Flandern derzeit beliebter, als N-VA-Chef Bart De Wever (kleines Foto). Zudem verlieren die flämischen Nationaldemokraten etwas an Boden.

Auf Parteienebene im belgischen Bundesland Flandern legen die Christdemokraten der CD&V (+2 %) und die Liberalen von Open VLD (+2 %) leicht zu und liegen derzeit bei 17 bzw. bei 14 %. Die flämischen Nationaldemokraten der N-VA bleiben mit 30,7 % deutlich die stärkste Partei in Flandern, lassen aber mit einem Rückgang um 4,3 % Federn. Damit erzielen sie das schlechteste Umfrageergebnis seit der letzten Landtagswahl 2010.

Die sozialistische SP.A erreicht in dieser Umfrage 12,7 % und ist damit weit von den 14,9 % bei den Wahlen 2010 entfernt. Auch der rechtsradikale Vlaams Belang (11,9 %) und die Grünen von Groen (6,2 %) bleiben unter ihren Wahlresultaten auch dem Jahr 2010.

In der Wallonie bleibt die sozialistische Partei PS von Belgiens Premierminister Elio Di Rupo (der auch weiter der beliebteste wallonische Politiker ist) weiter die stärkste Kraft und könnte heute 31,4 % der Wähler auf sich vereinen. Aber, auch hier verliert die stärkste Partei im Landesparlament an Boden, denn bei den Wahlen von 2010 schnitt die PS noch mit 37 % ab.

Zweite Kraft in der Wallonie bleibt die liberale Reformbewegung MR mit 23,3 %, gefolgt von der Zentrumspartei CDH mit 12 %, und den Grünen von Ecolo mit 11,7 %. CDH und Ecolo verzeichnen Stimmenverluste. In Wallonien konnte vor allem die linke Arbeiterpartei PTB stark zulegen. Sie stieg auf 5,4 % und konnte so ihren Stimmenanteil fast verdreifachen.

Die Umfrage

Diese Umfrage der flämischen Tageszeitung De Morgen und dem frankophonen Blatt Le Soir sowie den privaten TV-Sendern VTM aus Flandern und RTL aus dem französischsprachigen Landesteil Belgiens wurde zwischen dem 16. und dem 25. August bei 2.634 potentiellen Wählern in ganz Belgien durchgeführt und ist damit repräsentativ. Die Fehlermarge liegt bei 3 % in Flandern und Wallonien.