Webseite zeigt Schülern das für sie beste Studium

Das flämische Unterrichtsministerium wird noch vor dem Ende des gerade anlaufenden Schuljahres eine Webseite starten, über die Schüler und deren Eltern detailliert nachschauen können, welche die für sie beste Studienrichtung nach dem Abitur sein könnte. Unter anderem soll dabei aufgezeigt werden, wie hoch die Chancen auf ein Gelingen des gewählten Studiums sind.
HOUIN / BSIP

Flanderns Landesbildungsminister Pascal Smet (SP.A - kleines Foto) ist davon überzeugt, dass eine solche Webseite förderlich sein kann, wie er dazu gegenüber der flämischen Tageszeitung De Standaard angibt: „Diese Information ist eines der Elemente, die Eltern und Jugendlichen bei der Wahl einer Schule oder eines Studienfachs helfen kann.“

Smet führte Beispiele an: Wer auf dem Weg zum Abitur im Fachbereich Wirtschaft-moderne Sprachen sitzt, dem werden 81 % Chancen auf ein Erzielen eines professionellen Bachelors und 55 % Chancen auf das Erzielen eines akademischen Bachelors eingeräumt. Schüler, die die Richtungen Wissenschaften und Mathematik belegt haben, holen zu 89 % einen professionellen Bachelor und zu 76 % einen akademischen Bachelor.

Nach der Webseite zu den Studienfächern will Flanderns Bildungsminister Pascal Smet auch eine Webseite starten, auf der die Resultate aller Schulen im Bundesland ersichtlich sein sollen. Das bedeutet, dass für jede Schule individuell aufgelistet wird, wie viele Schüler in welchen Fächern ihre Schuljahre bestanden haben und ob sich die eine oder andere Schule für den jeweiligen Schüler eignet.

Kritik zum Schulvergleich

Dies jedoch stößt im Vorfeld schon auf Kritik. Aus Kreisen der verschiedenen Schulträger in Flandern war zu hören, dass ein individueller Vergleich von Schulen am Ziel vorbei treffe. Man könne nicht alle Schulen mit einander in den Wettbewerb stellen. Dies sei weder für die Schulkinder, noch für die Lehrkörper förderlich, sagte unter anderem Mieke Van Hecke, die Vorsitzende des Katholischen Schulwesens in Flandern.