Delphine Boël startet neuen Prozess gegen Albert

Der Fall Delphine Boël gegen den zurückgetretenen König Albert II., dessen Sohn König Philippe und dessen Tochter Prinzessin Astrid ist beendet. Das hat das Brüsseler Gericht erster Instanz am Dienstag entschieden. Kommenden Montag wird ein neuer Rechtsfall in dieser Sache vor Gericht gebracht. Boël lädt nur noch ihren Vater Jacques Boël und den abgetretenen König Albert vor Gericht.

Sie strebt eine Anerkennung als Tochter von Albert an. Das neue Verfahren ist nach dem Thronwechsel nötig geworden. König Albert genoss als Staatsoberhaupt Immunität. Das war der Grund, warum der Intendant des Königshauses anstelle von Albert vorgeladen wurde.

"Wir müssen den heutigen König Philippe und Prinzessin Astrid nun nicht mehr vor Gericht laden, sondern brauchen nur noch König Albert und Herrn Boël anhören. Das wird nächste Woche Montag sein", erklärte der Anwalt von Delphine Boël, Alain De Jonge, gegenüber dem VRT-Radio.

Der Anwalt des Königshauses, Guy Hiernaux, meint, dass das die Sache vereinfache. Es würden nur noch zwei Personen vor Gericht gebracht. Leicht werde das Ganze für Delphine Boël trotzdem nicht. "Sie muss noch immer beweisen, dass Jacques Boël nicht ihr leiblicher Vater ist, bevor sie vorbringen kann, dass König Albert das sehr wohl sei."

Delphine Boël will die Vaterschaft Alberts vorerst via Fotos, Briefe und persönliche Dokumente beweisen. Reicht das nicht aus, will sie eine DNA-Analyse als Beweismaterial anführen.