250 Jobs weg: Tenneco verlegt Produktion nach Osteuropa

Bei dem Stoßdämpfer-Hersteller Tenneco in Sint-Truiden werden 250 Stellen gestrichen. Das ist etwa eine von fünf Stellen. Nächstes Jahr verlegt das Unternehmen einen Teil der Produktion nach Osteuropa. Die Lohnkosten sind dort viel niedriger, sagt die Direktion.

Die Arbeitnehmer vom Unternehmen Tenneco, das vor allem für den Markennamen Monroe bekannt ist, sind schwer getroffen. Bis zum Montag werden sie nicht mehr zur Arbeit erscheinen.

Mehrere Gründe wurden aufgelistet: Die Überkapazität in Europa, der Automobilsektor, der sich in einer tiefen Krise befindet und die Lohnkosten, die in Belgien im Vergleich zu den angrenzenden Ländern zu hoch sind", erklärt Miek Versavel von der liberalen Gewerkschaft ACLV.

"Wir sind uns des Ausmaßes unseres Entschlusses für unsere Arbeiter bewusst und planen, eng mit den Gewerkschaften zusammenzuarbeiten, um den Leuten so schnell wie möglich wieder zu Arbeit zu verhelfen", heißt es von Seiten des Unternehmens. Tenneco betont auch, dass es nicht plant, die Limburger Niederlassung zu schließen.

Das Unternehmen will die eher manuellen Produkte mit einem niedrigen Volumen nach Osteuropa auslagern, so dass sich die Niederlassung in Sint-Truiden auf die automatisierte Produktion großer Volumen und die Produktion hochtechnologischer Komponenten konzentrieren kann. Die Lohnkosten sind bei den arbeitsintensiven niedrigen Volumen am höchsten und das ist wohl auch der Hauptgrund, warum dieser Teil der Produktion nach Osteuropa verlegt wird.

Das Unternehmen hat außer der Niederlassung in Sint-Truiden in unserem Land auch noch eine Niederlassung in Brüssel und in Gent. Weltweit hat das Unternehmen rund hundert Niederlassungen in 24 Ländern.