Ausländer haben oft schlechtere Jobs

Ausländer finden schwerer einen Arbeitsplatz als Belgier. Und wenn sie einen Job finden, dann zumeist einen, der wenig attraktiv ist. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des Arbeitsministeriums und des Zentrums für Chancengleichheit hervor.

"Nur 40% der Menschen ausländischer Herkunft zwischen 18 und 60 Jahren arbeitet. Bei den Belgiern sind das fast doppelt so viele. Und die Belgier haben zumeist auch noch die besseren und interessanteren Jobs", betont Jan Van Thuyne vom Arbeitsministerium. "Wir haben einerseits einen Arbeitsmarkt für Menschen mit einem gut bezahlten und sicheren Job, Menschen, die in ihrem Job bleiben und andererseits gibt es einen Arbeitsmarkt für Minijobs, Teilzeitarbeit, Zeitarbeit."

"Auf diesen weniger guten Arbeitsplätzen sind Menschen ausländischer Herkunft überrepräsentiert und ihnen gelingt es kaum, an bessere Jobs zu kommen. Häufig strömen sie mit einer weniger guten Ausbildung auf unseren Arbeitsmarkt. Sie stehen aber auch oft Arbeitgebern gegenüber, die aufgrund der hohen Lohnkosten auf Nummer sicher gehen wollen und sich für belgische Kandidaten mit den passenden Abschlüssen und einem klassischen Profil entscheiden", sagt Jozef De Witte vom Zentrum für gleiche Chancen.

"Sie haben eine Art Modell-Arbeitnehmer vor Augen. Und jeder, der davon leicht abweicht, weil er ausländischer Herkunft ist oder eine Behinderung hat, droht bei den ersten Auswahlrunden herauszufliegen."