120 Mio. € der EU gegen Jugendarbeitslosigkeit

Das belgische Bundesland Wallonien und die Region Brüssel-Hauptstadt werden in den kommenden beiden Jahren 120 Mio. € von Seiten der Europäischen Union erhalten, um damit Programme gegen die hohe Arbeitslosenquote bei Jugendlichen zu finanzieren. Das Geld fließt in die Ausbildung und in die Schaffung von Praktikumsplätzen.
BELGA/FAHY

Nach Angaben des frankophonen Börsenblattes L’Echo sind die europäischen Finanzmittel für Regionen in Belgien bestimmt, in denen die Jugendarbeitslosigkeit die Schwelle von 25 % überschritten hat. Konkret sind dies die Region Brüssel-Hauptstadt (36,4 %) und die wallonischen Provinzen Hennegau (32 %) und Lüttich (25,8 %).

Insgesamt wird die Europäische Union innerhalb der kommenden beiden Jahren 120 Mio. € in diese Regionen investieren. Die EU ergänzt laufende Programme in den einzelnen Regionen über eine Co-Finanzierung. Das bedeutet, dass von hier aus bereits vorgesehene Zuschüsse um ein weiteres Drittel der Summe ergänzt werden.

Für die angesprochenen regionalen Arbeitsvermittler - Actiris in Brüssel und Forem in Wallonien - bedeutet diese zusätzliche EU-Finanzspritze eine willkommene Ergänzung. Alleine die Region Brüssel-Hauptstadt erhält 40 Mio. € aus diesem Projekt, von dem auch arbeitslose flämische bzw. niederländisch-sprachige Jugendliche aus der Hauptstadt profitieren.

Das EU-Geld wird für die Schaffung von Praktikumsstellen und zusätzlichen Aus- und Weiterbildungen bzw. Umschulungen von Jugendlichen ohne Beschäftigung verwendet. Die Union unterstützt damit aich Pläne von Belgiens Arbeitsministerin Monica De Coninck (SP.A), die 10.000 neue Praktikumsplätze für Jugendliche schaffen will.