Ostende: Mit Luftgewehr auf Busfahrer geschossen

Ein 24 Jahre alter Mann aus Diksmuide hat am späten Donnerstagnachmittag in Ostende mit seinem Luftgewehr auf einen Busfahrer der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn geschossen. Keiner der Insassen im betroffenen Bus wurde bei dem Vorfall verletzt.

Der Vorfall geschah am späten Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr 30. Im Zentrum von Ostende holte ein Fahrgast eines De Lijn-Busses auf der Linie Diksmuide-Leke-Ostende ein Luftgewehr hervor und schoss damit zweimal in Richtung des Fahrers. Die Schüsse trafen den Fahrer nicht, denn in den meisten Bussen von De Lijn ist die Fahrerkabine durch Glaswände geschützt.

Ein Sprecher der flämischen Nahverkehrsgesellschaft attestierte dem Fahrer ein gewisses Maß an Kaltblütigkeit, denn der Mann blieb ruhig und meldete über Funk, dass einer seiner Fahrgäste bewaffnet sei. Der Bus wartete an der Kreuzung Tournhoutse Steenweg - Elisabethlaan in Ostende bis die Polizei den Übeltäter in Gewahrsam nahm.

Danach wurde der betroffene Fahrer in die Obhut des Sozialdienstes von De Lijn übergeben und die übrigen Fahrgäste wurden mit einem Ersatzbus an ihr Ziel gebracht. Die zuständige Staatsanwaltschaft von Brügge erhob Anklage gegen den Mann und ordnete seine Verhaftung an. Alle Busse von De Lijn in der Provinz Ostflandern sind mit Überwachungskameras ausgerüstet.

Die Nahverkehrsgesellschaft stellte der Staatsanwaltschaft die in dem Fahrzeug aufgenommenen Bilder zu Ermittlungszwecken zur Verfügung. De Lijn bedauert diesen Zwischenfall, denn die Gesellschaft hat in der jüngeren Vergangenheit einiges für die Sicherheit ihres Fahrpersonals und der Fahrgäste investiert.