Belgien zieht Schotten Kilt über die Ohren

Die Roten Teufel haben ihr WM-Qualifikationsspiel in Schottland mit 0:2 gewonnen. Unser Land ist jetzt nur noch einen Sieg von der WM-Teilnahme 2014 in Brasilien entfernt. Am 11. Oktober spielt Belgien in Kroatien.

Verfolger Kroatien kam in Serbien zu einem 1:1 (0:0). In der Gruppe A hat Belgien nun bei noch zwei ausstehenden Spielen 22 Punkte. Kroatien folgt mit 17 Zählern. Serbien (8 Punkte) hat keine WM-Chance mehr.

"Wir dürfen uns freuen, müssen aber nüchtern bleiben", sagte der Verbandstrainer nach dem Spiel vom Freitagabend.

Den Sieg haben wir vor allem Defour, der in der 39. Minute zum 0:1 traf und Mirallas, der in der 90. Minute auf 0:2 erhöhte, zu verdanken.

Die Roten Teufel werden auf der neuen FIFA-Tabelle vom Donnerstag 12. September ihren höchsten Platz überhaupt erreichen. Je nach Resultat der Spiele am nächsten Dienstag springen die Belgier von Platz zehn auf Platz fünf oder sechs. Sie erhöhen ihre Punkte normalerweise von 1079 auf 1159 Punkte und springen dadurch auf Platz 5 oder 6.

Am Dienstag finden noch jede Menge WM-Qualifikationsspiele statt, aber die Belgier springen sowieso über Brasilien, Kroatien, Portugal und die Niederlande und klettern von 10 auf mindestens 6. Belgien kann selbst noch Fünfter werden, wenn Italien am Dienstag in seinem WM-Qualifikationsduell zu Hause nicht gegen Tschechien gewinnt.

Nur Welt- und Europameister Spanien, Deutschland, Kolumbien und Argentinien bleiben vorerst noch außer Reichweite.

"Wir haben wieder einen Schritt weiter in Richtung WM gemacht"

Trotz der herrlichen Position in der Gruppe will Marc Wilmots auf dem Teppich bleiben. Nach dem Spiel sagte der Verbandstrainer aber stolz: "Wir sind das wie Erwachsene angegangen."

"Die Schotten hatten eine einzige Chance und sonst fast nichts. Wir hatten vor der Pause vier Torchancen und holten ein 0:1. Wir sind danach nicht blind nach vorne gestürmt, aber haben die Schotten dem Ball hinterher laufen lassen und auf den richtigen Moment gewartet, um das 0:2 zu realisieren."

Defour spielte schön als Ersatzmann von Hazard. Wilmots: "In so einem Stadion und mit so einer guten Stimmung: Ich wusste, dass Steven darauf brannte, hier zu spielen. Und er hat das gut gemacht."

"Champagnefußball interessiert mich übrigens nicht. Ich will Ergebnisse und die haben wir. Ich bin zufrieden heute, denn wir haben wieder einen Schritt weiter in Richtung WM gemacht."

"Wir führen zwar mit 22 von 24, aber es kann noch viel passieren. Wir müssen nüchtern bleiben und nicht denken, dass wir es schon geschafft haben. Euphorie ist noch nicht da."

AP2013