Geschützte Vögel in belgischem Fahrzeug beschlagnahmt

Im baskischen Biriatou an der französisch-spanischen Grenze wurden am Donnerstagabend 82 geschützte Vögel beschlagnahmt. Die Tiere wurden in einem in Belgien eingetragenen Fahrzeug transportiert. Die Vögel, darunter Stieglitze, Kreuzschnäbel, Meisen und Finken, wurden in besonders erbärmblichem Zustand transportiert. Sie waren in Kartons in einem Käfig hinten in einem Lieferwagen eingschlossen, so der französische Zoll.
Copyright © Dickie Duckett/ FLPA / MINDEN PICTURES

Das Fahrzeug war von Marokko aus auf dem Weg über Spanien in Richtung Belgien unterwegs. Die Vögel sind in das Tierschutzzentrum Hegalaldia gebracht worden. Drei Tiere sind noch am Freitag gestorben.

Die zwei Insassen des Lieferwagens wurden stundenlang vom Zoll festgehalten, aber danach wieder frei gelassen. Dies sei laut der Organisation Hegalaldia aufgrund einer juristischen Lücke möglich gewesen: Die beschlagnahmten Vögel stehen zwar unter Vogelschutz, fallen aber nicht unter die Konvention über den internationalen Handel von bedrohten Tiersorten.

Laut Céline Maury, der Direktorin von Hegalaldia, hatte der Vogelhändler die Vögel für durchschnittlich 4 Euro gekauft, um sie hier zwischen 80 und 400 Euro wieder zu verkaufen.