Mobilitätswoche: Lieber mit dem Rad oder dem Wasserbus?

Am heutigen Montag beginnt die Europäische Mobilitätswoche. Das ist eine Kampagne, die jedes Jahr statt findet und die Städte und Kommunen dazu ermutigen soll, nachhaltige Transportmaßnahmen einzuführen und zu fördern. Die Bürger werden dazu aufgerufen, einmal anders als mit dem Auto zur Arbeit zu kommen. Auch in Belgien machen öffentliche Einrichtungen und Unternehmen mit.

Die Bürger sollen daran erinnert werden, dass es auch noch die öffentlichen Verkehrsmittel gibt, zum Beispiel Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen, die Möglichkeit, mit dem Fahrrad zu fahren, zu laufen oder wenigstens beim Car-Sharing mitzumachen - oder eben wie in Brüssel mit dem Wasserbus zur Arbeit zu kommen.

Auf der Liste der Teilnehmer der Mobilitätswoche der EU-Kommission ist Belgien als Land an diesem Montagmorgen zwar nicht aufgeführt, dennoch nehmen sowohl Wallonien als auch Flandern und die Region Brüssel an der Kampagne teil. Es sind zahlreiche vereinzelte Aktionen von Unternehmen, Kommunen und Schulen, die ihre Mitarbeiter, Beamte oder Schüler dazu aufrufen, das Auto zu Hause zu lassen.

So ermutigt zum Beispiel der Papierhersteller Sodfidel Benelux in Duffel, Provinz Antwerpen, seine Mitarbeiter im Rahmen der Mobilitätswoche am morgigen Dienstag, 17. September, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Am Eingang des Unternehmens wartet dann bei Ankunft ein Empfangskomitee mit einer kleinen Überraschung für die Car Free Day-Teilnehmer.

Am Donnerstag, 19. September, veranstaltet die Stadt Diest (Provinz Flämisch-Brabant) einen Car Free Day. Alle Kollegen werden aufgerufen, mit dem Fahrrad um 12 Uhr auf den Marktplatz zu kommen. Dort werden sie zu Butterbrot, Früchten und Getränken eingeladen.

In Brüssel setzen sich die Fahrschulen am 21. September mit Infoständen über das Öko-Fahren für ein umweltbewussteres Fahren ein.

Brüssel wirbt auch dafür am Dienstag und Donnerstag statt das Auto einmal den "Wasserbus", das öffentliche Verkehrsmittel auf dem Kanal zwischen Brüssel und Vilvoorde, zu nehmen. Sogar das Fahrrad darf mit aufs Boot und eine Führung gibt es auch gleich noch mit dazu.

In Beveren in Ostflandern dürfen Interessierte am 19. September an der Actie BOSS paints mitmachen und Testfahrten mit dem Elektro-Fahrrad durchführen.

Auch zahlreiche Schulen, zum Beispiel die Grundschule De Mozaïek im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek, die Grundschule Papageno in Evere oder die Sint-Stevensschule in 1000 Brüssel, um nur einige zu nennen, führen Aktionen anläßlich der Europäischen Mobilitätswoche durch.

Am Ende der Mobilitätswoche, am Sonntag, 22. September, findet der autofreie Sonntag „In der Stadt ohne mein Auto!” statt. An diesem Tag sollen die Städte und Gemeinden ihre Stadt einen ganzen Tag lang fast ausschließlich Fußgängern, Fahrradfahrern und dem öffentlichen Nahverkehr zu Füßen legen. Auch hierbei machen belgische Städte mit, zum Beispiel Gent und Brüssel.

Das diesjährige Motto der Europäischen Mobilitätswoche lautet übrigens "In die richtige Richtung". Insgesamt nehmen 2.000 Städte aus 43 Ländern teil.

Antwerpen hat schon am gestrigen Sonntag Innenstadt autofrei gehalten

Die Stadt Antwerpen hat bereits am gestrigen Sonntag ihren autofreien Sonntag abgehalten. Der Stadt Antwerpen zufolge nahmen wieder zehntausende Radfahrer und Fußgänger jeden Alters teil.