Somaliakonferenz in Brüssel

Am heutigen Montag beginnt in Brüssel eine internationale Geberkonferenz für das ostafrikanische Land Somalia. Europa ist überzeugt, dass sich das Land nach Jahren des Chaos und Bürgerkriegs jetzt wieder langsam erholt.

Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud ist vor kurzem noch einem Selbstmordanschlag von Moslemrebellen der radikalen Miliz al Shabaab entkommen. Die Anschläge der Rebellen seien deren "letzte Zuckung" gewesen, so der Präsident.

Europa hat in den vergangenen fünf Jahren bereits ein halbe Milliarde in Somalia und in das gesamte Horn von Afrika investiert. Jetzt, da Somalia eine echte Regierung habe und an der Sicherheit, Entwicklung und Justiz arbeite, sei es wichtig, diesen Prozess mit möglichst vielen Partnern zu unterstützen, sagte Belgiens Außenminister Didier Reynders zum Auftakt der Konferenz.

Mit so einem globalen Vorgehen sei es vielleicht möglich, einen besseren Kampf gegen den Drogen-, Menschen- und Waffenhandel zu führen, so Reynders noch.

Die internationalen Geber wollen rund eine Milliarde Euro einsammeln und haben einen Pakt unterzeichnet, um Somalia in den nächsten drei Jahren beim Wiederaufbau zu helfen. Die Europäische Union ist der größte Geber. Über 50 Delegationen, u. a. aus Afrika, den Vereinigten Staaten, Japan, China und den Golfstaaten sind von der  Konferenz empfangen worden.