Belgische Banken besser gerüstet gegen neue Krisen

Fünf Jahre nach der Finanzkrise sind die belgischen Banken viel gesünder als zuvor. Das teilt der Finanzsektorverband Febelfin mit. Allerdings sollten die Banken nicht durch zu viele Regeln und Vorschriften behindert werden.
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Fünf Jahre nach dem finanziellen Tsunami, der die Banken weltweit erschütterte, geht es den belgischen Banken besser und sind sie gesünder als je zuvor.

Im September und Oktober 2008 hatten die drei großen, belgischen Banken (Fortis, Dexia und KBC) nur dank öffentlicher Mittel den Konkurs vermeiden können.

Wie andere Banken auch waren die belgischen Banken vom internationalen Markt abhängig geworden und besaßen zu viele toxische Vermögenswerte.

Laut Febelfin haben die belgischen Banken heute finanzielle Rücklagen aufgebaut, die sie ggf. gegen neue Krisen schützen.

Das Vertrauen des Verbrauchers in die Banken hat sich allerdings noch nicht wesentlich gebessert. "Wir versuchen alles, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen", sagt Filip Dierickx von Febelfin, "aber das kann noch Jahre dauern."

Luc Coene, Gouverneur der belgischen Nationalbank, hatte vorige Woche noch im RTBF-Fernsehen gesagt, dass die Wiedergewinnung dieses Vertrauens zur größten Herausforderung für die Banken werden würde.

"Trennung von Spar- und Geschäftsbanken ist keine gute Idee"

Der Sektor warnt nicht nur vor zu vielen Vorschriften, die die Aktivitäten der Banken lähmen würden, sondern spricht sich auch gegen die Trennung von Spar- und Geschäftsbanken aus.

Banken, die beide Aktivitäten beibehalten, seien besser gegen eventuelle, neue Krisen gewappnet, so jedenfalls der Vorsitzende von BNP Paribas Fortis, Herman Daems: "Eine Universalbank kann sich besser verteidigen als eine kleine segmentierte Bank.