Brüssel: 741 Schwarzfahrer an einem Nachmittag erwischt

Die örtliche Polizei und die föderale Polizei haben am Donnerstagnachmittag und -abend eine groß angelegte Kontrolle in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Brüssel durchgeführt. Dabei sind 18.997 Menschen überprüft und 741 Schwarzfahrer erwischt worden. Vier Fahrgäste waren von der Polizei gesuchte Personen und fünf weitere wurden festgenommen. Während der Aktion wurde versucht, ein Polizeiauto anzuzünden und eine Straßenbahn wurde mit Steinen beworfen. Das hat die belgische Polizei am Freitag gemeldet.

Diese FIPA-Aktion (Full Integrated Police Action) war laut Pressemitteilung die 71., die in Brüssel durchgeführt wurde und die 25., bei der gleichzeitig gegen Kriminalität, Belästigung und das Unsicherheitsgefühl in den öffentlichen Verkehrsmitteln vorgegangen wurde. 109 Polizisten der örtlichen und der Bundespolizei waren im Einsatz. Sie erhielten Verstärkung von 111 Sicherheitsleuten der Transportgesellschaften (MIVB, De Lijn, Securail und TEC). Das Ausländeramt hatte einen ständigen Sonderdienst eingerichtet, um den Beamten besser beistehen zu können.

Von den kontrollierten Zug-, Straßenbahn-, Bus- und U-Bahnfahrgästen schien 3,9 Prozent keinen gültigen Fahrausweis bei sich zu haben. Von den fünf Leuten, die verhaftet wurden, müssen sich vier der Polizei weiterhin zur Verfügung stellen, darunter ein Taschendieb, ein Drogendealer und ein Täter, dem  Diebstahl mit Gewalt vorgeworfen wird.

Die Polizei beschlagnahmte bei sechs Personen Drogen oder Waffen und 26 Personen konnten sich nicht ausweisen.