Hacker waren auch im Kabinett des Premiers

Nach dem Bekanntwerden der Hackerangriffe auf den belgischen Telekom-Konzern Belgacom und das belgische Außenministerium hat sich nun herausgestellt, dass vor einigen Monaten auch das Kabinett von Premier Elio Di Rupo gehackt wurde.

"Bei einer Routinekontrolle des Netzwerks haben sich Probleme hervorgetan. Daraufhin wurde eine zusätzliche Kontrolle durchgeführt. Die Details kenn ich nicht, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass Schadsoftware auf den Rechnern gefunden worden ist, die durch eine ausländische Macht eingeschleust wurde", sagte der Sprecher von Elio Di Rupo am Freitag.

Das Kabinett des Premiers wurde vor einigen Monaten Opfer einer sehr ernsten Cyber-Attacke. Man hatte vermutet, dass China dahinter steckte, um unser Land auszuspionieren. Auch bei der Cyber-Attacke im Außenministerium läge die Annahme nahe, so die niederländischsprachige Zeitung De Tijd, dass eher China als der amerikanische Geheimdienst NSA dahinter stecke.

Im Gegensatz zu Belgacom und dem Außenministerium erstattete das Kabinett-Di Rupo Anzeige. "Wir haben die Probleme gelöst. Die Sicherheitsmaßnahmen sind verschärft worden. Wir haben jetzt eine sehr strenge Kontrolle", heißt es.