Autofreier Sonntag auch in 30 flämischen Städten

Knapp 30 flämische Städte und Gemeinden sind am heutigen Sonntag zumindest teilweise autofrei. Die Region Brüssel ist seit 9 Uhr komplett für den Autoverkehr gesperrt worden.
Verwendung weltweit, usage worldwide

Vierlerorts finden Veranstaltungen statt. Ziel dieses autofreien Sonntags ist, dass die Menschen vor allem einmal über ihre Autonutzung nachdenken, sagt Elke Franchois vom Veranstalter Mobiel 21: "Wichtig ist vor allem, Menschen erfahren zu lassen, wie es ist, sich in der Stadt ohne Auto zu bewegen; zu sehen, wie viel Platz auf einmal ohne die Autos frei wird und welche Stille herrscht. Das ist sicher wichtig. Außerdem sollen die Menschen über alternative Fortbewegungsmöglichkeiten nachdenken."

In den autofreien Zonen dürfen nur Notdienste, öffentliche Verkehrsmittel, Taxis und Menschen mit einer Sondergenehmigung fahren.

In Brüssel wird stets weniger Auto gefahren

"Innerhalb von zehn Jahren ist die Fortbewegung mit dem Auto von 49 Prozent auf 32 Prozent gesunken. Die Verwendung des Fahrrads ist von 1 auf 4 Prozent gestiegen. Die Fortbewegung zu Fuß ist von 32 auf 37 Prozent gestiegen und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist von 14 auf 25 Prozent gestiegen", sagt der Staatssekretät für Verkehr in Brüssel, Bruno De Lille.

Diese Zahlen wiesen laut Staatssekretär auf eine allmähliche Verhaltensänderung hin, aber diese sei noch nicht groß genug. Kampagnen, um für andere Transportmittel als das Auto zu werben, seien auch weiterhin nötig, so De Lille noch.