Lüttich: Abkommen zur Zukunft von ArcelorMittal

Arbeitgeber und Gewerkschaften bei ArxcelorMittal in Lüttich haben ein Abkommen zur Zukunft des Industriestandorts im Montanbecken an der Maas erreicht. Zu einem entsprechenden Sozialplan kann es aber erst nach einer erforderlichen außergewöhnlichen Betriebsratssitzung und nach einer Abstimmung an der Basis der Gewerkschaften kommen.

In der vergangenen Woche saßen Vertreter der Arbeitgeber und der Gewerkschaften beim Stahlkonzern ArcelorMittal in Lüttich zusammen, um die Verhandlungen zur Zukunft des Industrieplans am Standort abzurunden.

Vor einigen Monaten ließ der Stahlkonzern durchblicken, dass die Kaltstahl-Verarbeitung in Lüttich beendet werden soll. Insgesamt wolle man dort nur noch fünf strategisch wichtige Produktionslinien aufrecht erhalten.

Dies hat auf absehbare Zeit einen Stellenabbau von jetzt 3.000 Arbeitskräfte auf dann nur noch 800 Mitarbeitern zufolge. Bei den Gesprächen über die Zukunft des Standorts wurde noch nicht über einen Sozialplan für die mindestens 2.000 betroffenen Beschäftigten gesprochen.

Nach Gewerkschaftsangaben wollte man ohne einen konkreten Zukunftsplan nicht über einen entsprechenden Sozialplan verhandeln. Ein Sprecher der sozialistischen Gewerkschaft FGTB in Lüttich sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Belga, dass es unmöglich gewesen sei, beide Bereiche miteinander zu kombinieren, denn die Definition des industriellen Projekts habe natürlich direkten Einfluss auf den Sozialplan.