Nach Fyra kommt wieder der Benelux-Zug

Die beiden Eisenbahngesellschaften NMBS/SNCB in Belgien und NS in den Niederlanden haben bekannt gegeben, dass nach dem Debakel mit den in Italien gebauten Fyra-Schnellzügen wieder die herkömmlichen und bewährten Benelux-Züge zwischen Brüssel und Amsterdam eingesetzt werden.

Ab Dezember 2014 sollen 16 dieser InterCity-Züge jeweils in beiden Richtungen in den Fahrplan zwischen den beiden Metropolen Brüssel und Amsterdam eingesetzt werden. Die Zeit der Improvisation sei vorbei, so Belgiens scheidender Bahnchef Marc Descheemaecker dazu.

Seit Februar, nach dem sowohl die belgische, als auch die niederländische Bahn den Verkehr der sicherheitsgefährdenden Fyra-Züge untersagten, fahren pro Richtung wieder acht konventionelle IC-Züge zwischen den beiden Hauptstädten Brüssel und Den Haag. Diese Züge sind quasi eine Kurzversion der bewährten Benelux-Züge, die bis Dezember 2012 bis nach Amsterdam fuhren.

Ab Jahresende 2013 wird die Zahl der IC-Verbindungen sukzessive von 12 Fahrten pro Richtung auf 16 Hin- und Rückfahrten erhöht. Diese Züge fahren wie früher bis Amsterdam durch und bedienen auch neuerdings Brussels Airport, der über eine neue Schnellbahnstrecke jetzt auch direkt mit Antwerpen und den Niederlanden verbunden ist.

Ergänzende Thalys- und Eurostar-Züge

Auch die Zahl der Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Amsterdam und Brüssel wird in Zukunft erhöht. Ab April 2014 verkehren diese Züge nicht nur zwischen Brüssel und Amsterdam, sondern, die Laufwege werden bis in die nordfranzösische Metropole Lille verlängert.

Ab Ende 2016 wird das geplante Bahnprogramm mit Kernangebot Brüssel-Amsterdam vollends zum Tragen kommen: 14 Thalys-Verbindungen, 16 InterCitys verbinden dann beide Metropolen täglich miteinander und ergänzend dazu Lille und überdies wird Eurostar dann auch zwei Verbindungen täglich zwischen Amsterdam und London via Brüssel und Lille anbieten.

BELGA/LEGASSE