Renovierung des Brüsseler Konservatoriums geregelt

Bund und Länder haben sich auf eine Finanzierung der dringend notwendigen Renovierung des Königlichen Konservatoriums von Brüssel einigen können. Nach der Bundesregierung und der flämischen Landesregierung hat sich jetzt auch die Regierung der Französischsprachigen Gemeinschaft dazu bereit erklärt, Geld hierfür freizumachen.

Die Französischsprachige Gemeinschaft Belgiens, die den frankophonen Teil der Wallonie und die französischsprachigen Brüsseler umfasst, wird sich mit 20 Mio. € an der dringend notwendigen Renovierung der vor den Verfall stehenden Gebäudeteile des Brüsseler Konservatoriums beteiligen.

Damit könnten die Arbeiten bald beginnen. Seit der Regionalisierung des Bildungswesens in Belgien 1998 beherbergte das Brüsseler Konservatorium gleich zwei Musikhochschulen: ein flämisches und ein frankophones Institut. Doch im Zuge dessen fühlte sich niemand für den Unterhalt des historischen Gebäudekomplexes, der sich im Besitz der Bundesgebäudeverwaltung befindet, zuständig.

In der vergangenen Woche hatten Studenten und Dozenten des Konservatoriums landesweit Aufsehen mit einem Konzert und mit Unterrichten unter freiem Himmel vor dem Brüsseler Zentralbahnhof gesorgt. Diese Aktion, die als Hilferuf gedacht war, hat offenbar ihr Ziel nicht verfehlt, denn die Medien (auch wir) brachten das Thema prominent in der Berichterstattung unter.

Jetzt naht endlich Hilfe, denn Bund und Länder geben gemeinsam die dringend benötigten 60 Mio. € frei. Am 11. Oktober treffen sich Vertreter der drei zuständigen Instanzen, um sich gemeinsam über das Dossier zu beugen.