4.400 offene Stellen im Antwerpener Hafen

In den nächsten drei Jahren müssen die Region Antwerpen-Waasland und der Hafen der Scheldemetropole bis zu 4.400 offene Stellen besetzen. Umfragen der Antwerpener Handelskammer und verschiedener Unternehmerverbände zufolge werden dringend Informatiker, gut ausgebildete Techniker aber auch Bürokräfte gesucht.
Tom Niemans

Gleich zwei für den Antwerpener Hafen wichtige Bereiche suchen händeringend neue Arbeitskräfte, denn in den kommenden drei Jahren müssen sowohl Abgänge ersetzt, als auch neue Stellen besetzt werden.

Bei der Industrie, die sich in und um den Hafen angesiedelt hat, werden bis dahin bis zu 2.500 Stellenangebote lanciert. Im Hafen selbst, zum Beispiel in der Verwaltung und im Logistik-Bereich, werden weitere 1.900 Jobs frei oder neu geschaffen. Die Industrie, vor allem die chemische Industrie, sucht Laboranten und Prozessoperatoren sowie Techniker. Die Logistikunternehmen am Hafen Speditionskaufleute und Lagerarbeiter aber auch Buchhalter und Informatiker.

Die Zahlen entstammen einer Umfrage des flämischen Unternehmerverbandes Voka und der Initiative Alphaport Antwerpen bei rund 170 Unternehmen im Industrie- und Logistikbereich. Die Antwerpener Handelskammer richtet sich bei der Suche nach neuen Arbeitskräften auch an junge Kandidaten und Einwanderer und legt Wert darauf zu sagen, dass der Hafen ein modernes und zukunftsorientiertes Unternehmen ist. „Der Hafen ist nicht tot, sondern springlebendig und bietet gut bezahlte Jobs.“, sagt Luc Luwel von der Handelskammer dazu.

Antwerpens Handelskammer, die Voka und Alphaport Antwerpen hoffen bei ihrer Suche auf Unterstützung durch das Landesarbeitsamt VDAB und die Schulen. Eine bessere Abstimmung von Schule, Ausbildung und Arbeit sowie eine mit Nachdruck geführte Aktivierung von Arbeitslosen dränge sich hier förmlich auf, so die Interessenverbände unisono. Es könne nicht sein, dass auf der einen Seite dutzende offene Stellen monatelang unbesetzt bleiben, während auf der anderen Seite hunderte junge Leute und Migranten händeringend nach einem Job suchen, so Luc Luwel von der Handelskammer der Scheldemetropole.

Jesse Willems