Krankheit eines kleinen Mädchens setzt Leute in Bewegung

Dank des kleinen, an Leukämie erkrankten, Mädchens Alexandra haben sich in der letzten Woche genauso viele neue Stammzellenspender eintragen lassen wie in den acht vergangenen Monaten zusammen. In nur einer einzigen Woche hat das Rote Kreuz somit über 2.000 neue potenzielle Spender gefunden. Der Vater des 9-jährigen Mädchens hatte am 21. September einen verzeweifelten Hilferuf nach Stammzellenspendern gestartet. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad am Donnerstag.

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Stammzellenspender in Belgien stets zugenommen. Von 49.709 im Jahr  2010 auf 61.731 Ende 2012. Heute umfasst die belgische Spendenbank etwas über 64.000 Spender.

Am 21. September rief Jurgen Van Nijverseel (35) alle Eltern der Schule De Boot in Opwijk auf, sich als Spender eintragen zu lassen. Er bat sie, Knochenmark für seine Tochter zu spenden. 

Er veranstaltete zwei Infoabende an der Schule, um die Menschen zu überzeugen. 300 Menschen ließen sich noch am selben Abend als Knochenmarkspender registrieren.

Den gleichen Aufruf startete der Vater des Mädchens auch in der Zeitung Het Nieuwsblad und danach in den Nachrichten des TV-Privatsenders VTM­. Damit sorgte er für gute Nachrichten, denn in nur einer Woche mel­deten sich über 2.000 Menschen für die Stammzellenspende an. Eine sehr hohe Zahl, die fast genauso hoch ist wie im ganzen restlichen Jahr 2013 (2.300 Leute).

Für Alexandra ist der Kampf allerdings noch lange nicht vorbei. Derzeit werden noch verschiedene Kandida­ten ge­testet, ob sie für eine Spende in Frage kommen.