Antwerpen: Mit Sonderteam der Spurensicherung gegen Einbrüche

Die Antwerpener Polizei setzt von jetzt ab ein eigenes Spurensicherungsteam bei Wohnungseinbrüchen in der Stadt ein. Nach jedem Einbruch soll mit Hilfe dieses Sondereinsatzteams eine genaue Spurensicherung am Tatort erfolgen. Derzeit passiert das nur in rund 26 Prozent der Fälle.

Der Antwerpener Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) will mit dem achtköpfigen Team den niedrigen Erfolgsgrad bei der Lösung der Fälle erhöhen und gleichzeitig gegen die vielen Einbrüche vorgehen.

In den vergangenen Jahren hat Antwerpen mit durchschnittlich  5.000 Wohnungseinbrüchen oder versuchten Einbrüchen im Jahr zu kämpfen gehabt. Weniger als 10 Prozent der Fälle wird letztlich geklärt. 

"Selbst bin ich auch vier Mal Opfer von Einbrüchen geworden", so De Wever. "Das ist natürlich nicht der Grund, warum der Kampf gegen Einbrüche in unserem Regierungsabkommen priorität hat. Viele Bürger leiden darunter und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Ausmass davon viel größer als nur der materielle Schaden ist."

Das Team aus Fahndern besteht aus Polizisten mit jahrelanger Erfahrung in Sachen Sicherheit und Einbruch. Sie haben im letzten Monat eine Sonderausbildung im Labor der belgischen Polizei gemacht. Mit diesem werden die Polizisten auch weiterhin zusammenarbeiten. Bislang erfolgte die Spurensicherung nur, wenn das Labor die Zeit fand, sich vor Ort alles anzusehen. Das erfolgte in nur 26 Prozent der Fälle.

"Wir investieren schon seit Jahren in Prävention und gezielte Polizeiaktionen, aber es wurde echt Zeit für ein eigenes Spurensicherungsteam", findet der Korpschef Serge Muyters. "Jetzt werden die Opfer auch eher das Gefühl haben, dass wir wirklich etwas unternehmen."