Auch in Brüssel Solidarität mit Greenpeace

In rund 85 Städten in 30 Ländern weltweit haben an diesem Samstag zehntausende Menschen gegen die Inhaftierung von Greenpeace-Aktivisten in Russland demonstriert. In Brüssel zeigten sich rund 350 Demonstranten mit ihnen solidarisch.

Überall in der Welt - in Europa, in den USA, in Russland und sogar im Stadion von Schalke 04 in Gelsenkirchen wurde und wird in diesen Tagen für die Freilassung der 30 Greenpeace-Aktivisten demonstriert, die in der Arktis von der russischen Küstenwache aufgebracht wurden, als sie Ölbohrungen des Energiekonzerns Gazprom stören wollten.

Auch in Brüssel wurde am Samstag demonstriert. Hier kamen etwa 350 Menschen zusammen, um sich für die Freilassung der Umweltschützer einzusetzen. Den Aktivisten - 30 Personen aus 20 verschiedenen Ländern - drohen bei einer definitiven Verurteilung in Russland bis zu 15 Jahren Haft.

Am 8. Oktober kommt es in Murmansk zu Berufungsverhandlungen. Für Joeri Thijs von Greenpeace Belgien ist der Vorwurf der Bandenbildung und der Piraterie nicht haltbar, wie er gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte:

„Greenpeace kann eine 40 Jahre währende Tradition der Gewaltlosigkeit vorweisen, auch wenn wir unsere Aktionen konfrontierend durchführen. Diese Leute haben auf gewaltlose Weise gehandelt. Sie sind auf einen Ölbohrturm geklettert, um ein Spanntuch aufzuhängen und haben zu keiner Zeit für Gefahr für sich selbst oder für die Leute auf der Plattform gesorgt. Also, es ist hier sehr deutlich, dass Anklagen wegen Piraterie außerhalb jeder Proportion sind.“

Inzwischen haben die Niederlande die russischen Behörden verklagt, denn das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ fährt unter niederländischer Flagge. Russland hätte nach geltendem internationalem Seerecht die Niederlande um Erlaubnis bitten müssen, bevor das Schiff geentert wurde.

AP2013