Flughäfen: Streit zwischen Charleroi und Zaventem

Die türkische Billigfluglinie Pegasus Airlines fliegt ab dem 30. März 2014 nicht länger den belgischen Nationalflughafen in Zaventem an, sondern wechselt zum wallonischen Charterkonkurrenten Charleroi. Brussels Airport protestiert, denn Charleroi ist hochsubventioniert, während Zaventem ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist.

Derzeit fliegt Pegeaus Airlines noch zwischen der türkischen Metropole Istanbul und Brussels Airport in Zaventem hun und her. Doch Ende März nächstes Jahr ist Schluss damit. Ab dem Stichtag 30. März 2014 streicht der türkische Billiglieger Brüssel aus der Liste der Flugziele und verlegt sein belgisches Anflugziel nach Charleroi zum dortigen Charterflughafen „Brussels South Charleroi Airport“, kurz BSCA.

Brussels Airport, die Betreibergesellschaft des belgischen Nationalflughafen in Zaventem, will das so nicht hinnehmen und will bei den zuständigen Instanzen wegen Wettbewerbsverzerrung klagen.

Der Charterflughafen von Charleroi, übrigens eines der wichtigsten Drehkreuze der irischen Low Cost-Airline Ryanair in Europa, ist durch das belgische Bundesland Wallonien und durch die Provinz Hennegau hoch bezuschusst. In der Jahresbilanz des vergangenen Jahres ist auf der Einnahmenseite der Betreibergesellschaft eine Subventionssumme von über 30 Mio. € aufgelistet.

Brussels Airport wirft BSCA in Charleroi vor, Airlines über Steuergeld anzulocken und mit der Tatsache zu werben, dass Steuern und Abgaben für Fluggesellschaften am Standort gering bis inexistent sind. Vor Pegasus Airlines haben bereits Arab Air und Blue Air Brüssel in Richtung Charleroi verlassen. Jetzt droht der Konkurrenzkampf zu eskalieren und vor Gericht, bzw. bei der EU-Kommission fortgeführt zu werden.