Uno-Mission: Einsatz belgischer Soldaten in Mali

Eine Gruppe von rund 70 belgischen Soldaten ist im Laufe der Woche in Mali eingetroffen, um dort im Rahmen einer Uno-Mission ein Ausbildungslager der malischen Armee zu bewachen. Der Einsatz der belgischen Soldaten soll etwa drei Monate dauern.

In den Militärlager, dass die belgischen Soldaten bewachen, werden Soldaten der malischen Armee im Rahmen einer Uno-Mission zur Stabilisierung des afrikanischen Landes ausgebildet.

Die Ausbildung übernehmen spanische Soldaten der europäischen Mission EUTM, während die Kaserne von Belgiern vom Standort Leopoldburg (Provinz Limburg) bewacht wird. Die belgischen Soldaten werden auch Transport-Konvois zwischen Koulikoro und der malischen Hauptstadt Bamako begleiten. Koulikoro ist eine strategisch wichtige Stadt im Südwesten des Landes.

Sie ist zudem Endstation der Eisenbahnlinie aus Richtung Dakar, der Hauptstadt des Nachbarlandes Senegal und ab hier ist der Fluss Niger befahrbar. Dieser wiederum ist ein wichtiger Versorgungsweg in den Norden Malis, sprich zu den Städten Timbuktu und Gao im Norden des Landes.

AP2013

Das Land wird sicherer

Am Freitag hatte Belgiens Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) die Kaserne besucht und dort festgestellt, dass die Sicherheit im Land seit seinem letzten Truppenbesuch im März dieses Jahres deutlich verbessert werden konnte.

Soldaten aus unserem Land sind schon seit einiger Zeit in Mali aktiv. Einige von ihnen unterstützten die französischen Interventionstruppen gegen islamistische Rebellen durch Ausbildung von malischen Offizieren, die Luftwaffe lieferte Transportmaschinen und Sanitätshubschrauber (Foto oben) und andere Einheiten bewachten französische Einrichtungen.

An Kampfhandlungen in Mali war die belgische Armee seinerzeit nicht aktiv beteiligt.