Uniklinik erinnert an die ersten Retortenbabys

Vor 30 Jahren begannen einige Mediziner an der Uniklinik in Jette bei Brüssel Forschung im Hinblick auf Fruchtbarkeit durch medizinische Hilfe zu betreiben. Seinerzeit wurde dies in unserer Gesellschaft noch heiß diskutiert. Doch inzwischen kamen alleine in Belgien schon rund 20.000 Retortenbabys durch künstliche Befruchtung zur Welt.

Die Brüsseler Uniklinik in Jette (UZB - Foto) erinnerte mit einer Feierstunde an die Pioniertage der künstlichen Befruchtung in Belgien. Dazu waren 400 Kinder und Jugendliche eingeladen worden, die als Retortenbabys zur Welt kamen. Mit dabei waren auch jene Mediziner und Wissenschaftler, die während den Pioniertaten in diesem Bereich tätig waren.

Was damals zu kontroversen Diskussionen führte und besonders in konservativen Kreisen mit argen moralischen Bedenken beobachtet wurde, ist heute Gang und Gäbe. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre kamen alleine in Belgien etwa 20.000 Kinder als Retortenbabys zur Welt und nicht wenigen Eltern wurde der Kinderwunsch hier an der UZB erfüllt.

An diesem Sonntag erklärten die UZB-Ärzte den Kindern, wir sie durch künstliche Befruchtung gezeugt und auf die Welt kamen. Stolz sagte eines der Kinder seiner Mutter: „Guck mal Mama. Hier wird Leben gemacht!." Diese und ähnliche Bemerkungen aus Kindermund sorgten wohl dafür, dass der eine oder andere in den vergangenen Jahren an der Erfüllung vieler Kinderwünsche beteiligte Mediziner ein wenig Stolz verspüren konnte.